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| Scheherazade |
ScheherazadeScheherazade (auch Scharasad von persisch شهرزاد schahrzād) ist eine der Hauptfiguren aus der Rahmenhandlung der Geschichten von Tausendundeine Nacht. Sie ist die Tochter des Wesirs von König Scharyâr, der von seiner Frau mit einem schwarzen Sklaven betrogen wurde. Davon überzeugt, dass es keine treue Frau auf Erden gibt, fasst Scharyar den Entschluss, sich nie wieder von einer Frau betrügen zu lassen. Deshalb heiratet er jeden Tag eine neue Frau, die er am nächsten Morgen töten lässt.
Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, lässt sich Scheherazade von ihrem Vater dem König als Frau geben. In der Nacht beginnt sie, dem König eine Geschichte zu erzählen, deren Handlung am nächsten Morgen abbricht. Neugierig auf das Ende der Geschichte lässt König Scharyar sie am Leben. Unterstützt wird Scheherazade dabei von ihrer Schwester Dinharazade, die sie jede Nacht um eine neue Geschichte bittet.
Dieses Spiel geht 1001 Nächte lang. In dieser Zeit bringt Scheherazade drei Kinder zur Welt. Am Ende ist König Scharyar von der Treue seiner Frau überzeugt und von ihrer Klugheit beeindruckt, dass er sie am Leben lässt.
Die Geschichte von Schehrazade und Schahryâr basiert auf einer alten persischen Märchensammlung mit dem Namen Hazâr Afsâna, Tausend Mythen.
1888 vertonte Nikolai Rimski-Korsakow seine Tondichtung Sheherezade, 1990 wurde das Sujet mit Catherine Zeta-Jones verfilmt.
Kategorie:Literarische Figur
Kategorie:Filmtitel
Persische Sprache
Die persische Sprache oder kurz: Persisch (lokal: فارسی Fārsi oder auch Dari genannt) ist die wichtigste indogermanische Sprache im südwestwestlichen Asien. Sie gehört zum iranischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Persisch wird von ca. 60 Millionen Menschen als Muttersprache und von weiteren 60 Millionen als Zweitsprache gesprochen, die vor allem im Iran und in angrenzenden Gebieten leben. Etwa 35-40 Millionen Muttersprachler leben im Iran, weitere 7 Millionen in Afghanistan (siehe Tadschikische Sprache), 15 Millionen in Tadschikistan (lokal Dari genannt) und in Teilen Usbekistans, Pakistans und Indiens. Daneben gibt es bedeutende Persisch-sprachige Gemeinden in Bahrain, Irak und in den USA.
Kleinere Sprachinseln gibt es unter anderem in Georgien, in Aserbaidschan und im Pamir-Gebirge. Starken Einfluss hat Persisch auch auf Schrift und Sprache in Usbekistan und Kirgisistan genommen sowie auf das Urdu (Pakistan), in geringerem Maß auch auf Arabisch, Türkisch und auf die Sprachen des heutigen Indiens. Die Deutsche Welle sendet auch in Persisch ([http://dw-world.de/persian/ Farsi] - [http://www2.dw-world.de/dari/ Dari]).
Persisch ist Amtssprache im Iran, in Tadschikistan und in Afghanistan; in Tadschikistan wurde es ab 1928/29 erst in lateinischer, seit 1939/40 in kyrillischer Schrift geschrieben.
Viele persische Wörter wurden in europäische Sprachen übernommen. Im Deutschen kennt man unter anderem die Wörter Basar (Bazaar), Scheck, Karawane, Pistazie, Schach, Paradies, Schal oder Magier.
Der Language Code ist fa bzw. fas oder per (nach ISO 639).
Kurze Geschichte der persischen Sprache
ISO 639
Das Persische wird seit der Islamisierung in arabischer Schrift geschrieben, aber mit einigen zusätzlichen Buchstaben wegen der sehr unterschiedlichen Sprache. Es besitzt zahlreiche arabische Lehnwörter sowie eine umfangreiche Literatur.
Die Entwicklung der iranischen Sprachen wird in drei Perioden gegliedert: altiranisch (bis 100 v. Chr.), mitteliranisch (100 v. Chr. bis etwa 900 n. Chr.) und neuiranisch (ab 900 n. Chr). Von den altiranischen Dialekten sind nur Altpersisch und Avestisch ausreichend dokumentiert, die anderen Sprachen dieser Gruppe nur indirekt. Die Bezeichnung "Avestisch" der nordöstlichen Sprache im antiken Perserreich kommt von der Avesta, den heiligen Schriften des Zoroastrismus. Abgesehen von seiner religiösen Verwendung starb es aber schon Jahrhunderte vor dem Aufkommen des Islam aus; wahrscheinlich löste sich die Sprache im verwandten Baktrisch auf. Das Altpersische ist aus dem Südwesten des Achämenidenreiches (um 560 bis 330 v. Chr.) in Keilschrift-Texten überliefert. Gesprochen wurde es dort länger, als Verwaltungssprache diente aber eher das Aramäische. Altpersisch und Avestisch sind dem Sanskrit und damit dem Ur-Indogermanischen sehr nahe; sie gehören ebenso wie Griechisch und Latein zu den flektierenden Sprachen, und sind die Vorfahren des heutigen Neupersisch.
Im Unterschied zu den jüngeren Sprachstufen hatte das Altpersische noch eine komplexere Grammatik mit bis zu sieben Kasus und drei Genera. Auch der Dual ist neben Singular und Plural noch erhalten. Das Verbalsystem ist gegenüber dem altertümlicheren Avestischen jedoch schon vereinfacht: Das Altpersische hat keine Differenzierung von Imperfekt, Aorist und Perfekt mehr, sondern kennt nur noch ein Präteritum.
Die für das Altpersische verwendete Keilschrift wurde eigens dafür erfunden und ist eine rechtsläufige gemischte Laut- und Silbenschrift (wie die indischen Schriften), die durch 8 Wortzeichen und besondere Zahlzeichen ergänzt wird. Überliefert sind vor allem Monumentalinschriften auf Felsen oder Gebäuden. Meist steht neben der altpersischen Version noch eine elamische und eine babylonische.
Mitteliranisch
Mitteliranisch waren nicht nur Mittelpersisch und das ihm verwandte Parthische, sondern auch einige andere Sprachen Zentralasiens, wie z.B. Baktrisch oder Sogdisch. Parthisch wurde im Arsakidenreich (etwa 250 vor- bis 226 nach Christus) gesprochen. Es ist gut durch Inschriften der ersten Sassaniden-Könige dokumentiert, obwohl es damals schon langsam ausstarb. Es beeinflusste aber das Mittelpersische (auch Pehlewi genannt), die Sprache des Sassanidenreichs (226-641).
Mittelpersisch ist grammatisch einfacher als Altpersisch und wurde meist in einer Aramäischen Schrift aufgezeichnet - also mit Buchstaben, die zum Teil mehrere Laute repräsentieren. Es verlor nach der Eroberung Persiens durch die Araber (7. Jahrhundert) an Bedeutung, doch wurde seine Literatur vielfach ins Arabische übersetzt. Leider gingen nach der Islamisierung die meisten Schriften verloren.
Andere mitteliranische Sprachen des sassanidischen Raums und Zentralasiens sind Charismisch (Corismisch) in Choresm, Soghdisch im Land Sogdiana (siehe Samarkand und Buchara), Baktrisch in Baktrien (heute Nordafghanistan) und Sakisch unter einigen Skythen in Chinesisch-Turkistan und für buddhistische Schriften. In sogdischer Sprache entstand sowohl christliche als auch buddhistische und weltliche Literatur. Baktrisch ist in einigen Inschriften erhalten, die unlängst in Afghanistan und Zentral-Asien entdeckt wurden, charismische Texte entstanden auch noch nach der Islamisierung.
Das Neupersische
Afghanistan
Neupersisch entwickelte sich bis zum 9. Jahrhundert als internationale Standardsprache von Zentral- und Südwestasien. Sie besitzt neben parthischen und mittelpersischen Anteilen (siehe oben) auch solche aus anderen iranischen Sprachen. In seiner Allgemeinheit ist das Neupersische eine Mischung der wichtigsten Sprachen des antiken Iran. Auch wenn die Sprache heute Persisch heißt, sind ihre Ursprünge nicht ausschließlich dem aus der Provinz Fars stammenden Altpersischen oder Mittelpersischen zuzuordnen. Da sich die Sprache in Zentralasien entwickelte, ist es wahrscheinlich, dass die ostiranischen Sprachen (Baktrisch, Parthisch, Sogdisch) diese Sprache erheblich beeinflusst haben. Die Anzahl von parthischen und sogdischen Lehnwörter im modernen Neupersisch ist beträchtlich, aber im Kernbereich ist die ursprüngliche persische (südwestiranische) Basis immer noch erkennbar.
Neupersisch ist die Kultur- und Amtssprache des Iran, Afghanistans und Tadschikistans und wird in einer um vier Buchstaben erweiterten syrisch-aramäischen („arabischen“) Schrift geschrieben. Doch ist das Verhältnis zwischen gesprochenem Neupersisch und arabischer Schrift als problematisch einzustufen. Persisch hat eine regelmäßigere und daher einfachere Grammatik als Mittelpersisch, sowie ein einfaches Lautsystem und viele arabische Lehnwörter. Viele altpersische Flexionen gingen verloren (z.B. die Kasusflexion), ebenso wie das grammatische Geschlecht. Solche Sprachvereinfachungen (insbesondere bei Flexionen) treten in vielen modernen Sprachen auf - z.B. im Englischen, Französischen und Neugriechischen.
Dari
Dari, die neupersische Schriftsprache, ist die literarische Abkürzung der persischen Wörter Parsi-e Darbâri . Wörtlich übersetzt bedeutet das persische Wort Dar „Tor, Tür, Schwelle“ während das Wort Bâr „Audienz, Anhörung“ bedeutet. Darbâri bedeutet also wörtlich übersetzt Tor zur Audienz und im erweiterten Sinn königlicher Hof; Parsi-e Darbâri bedeutet Persisch des königlichen Hofes und entwickelte sich als Schriftsprache im 9. Jahrhundert n. Chr. aus dem Mittelpersischen in den kulturellen Zentren der persischen Samaniden in Zentralasien. Von dort aus verbreitete sie sich in ganz Persien. Der erste Autor der Literatur des Dari ist Rudaki. Der in der azarbaijanischen Stadt Gendsche geborene Nezami leistete mit seinen Pandsch Gandsch („fünf Schätze“) einen großen Beitrag zur Entwicklung der Dari-Literatur.
Im Gegensatz zum normalen Persisch (Farsi), handelt es sich bei Dari um die geschriebene Sprache, nicht um die gesprochene Sprache. Dari ist quasi das Skelett des modernen Neupersisch (Farsi), welche in Afghanistan, Tadschikistan und Iran die offizielle Landessprache ist. Dari kennt keine Dialekte und ist auch selbst kein Dialekt. Jedoch kann man alle Dialekte des modernen Farsi auf seine geschriebene Urform Dari zurückführen.
Parsi-e Darbâri (Neupersisch) bedient sich, im Gegensatz zum Parsi-e Pahlavi (Mittelpersisch), der syrisch-aramäischen (arabischen) Schrift und beinhaltet viele arabische Wörter und Fachbegriffe - besonders aus der Wissenschaft und Theologie.
Dari war lange Zeit die Lingua Franca des Orients und dient auch heute als solche in vielen Teilen Zentral- und Südasiens. Zudem gilt Dari als die Sprache des Sufismus, des mystischen Islams. Einige der größten Werke des Sufismus, unter anderem die Werke der Dichter Rumi, Hafiz, Saadi, Omar Chayyām, Onsori und Ansari, wurden in Dari verfasst.
Als Musterwerk des Parsi-e Darbâri gilt das "Schah-Nameh" ("Buch der Könige") des Dichters Abū l-Qasem-e Ferdousī. 35 Jahre arbeitete der Dichter an diesem Werk, das eines der frühesten Werke des Neupersischen ist und zudem nur sehr wenige Fremdwörter (arabische Wörter) enthält. Bis heute hin ist Ferdousīs "Schah-Nameh" die Basis des persischen Nationalbewustseins im Iran, in Afghanistan und - vor allem - in Tadschikistan.
Seit einiger Zeit wird des Öfteren das Wort Dari mit "afghanisches Persisch" übersetzt. Das ist in der Tat eine falsche Übersetzung. In den 60er Jahren wurde im Zuge der Paschtunisierung Afghanistans immer mehr versucht, die persische Kultur und Geschichte Afghanistans zu entfremden und der paschtunischen Kultur unterzuordnen. So hießen persische Lesebücher bis in die späten 60er noch "Farsi-Lehrbücher", wurden dann in "Farsi-e Dari Lehrbücher" umbenannt und schließlich nur noch zu "Dari-Lehrbücher" reduziert.
Ursprung des Wortes Persisch
Das Wort Perser bzw. Farsi hat seinen Ursprung im Wort Persis, einer Region im Süden des heutigen Iran und einstiges Zentrum des persischen Weltreiches.
"Pars" war die Altbezeichnung für Persien sowie der Name der heutigen Provinz Fars.
Die Anhänger Zarathustras in Indien werden als Parsen und die persisch-sprechenden Einwohner in Afghanistan als Parsiwan bzw. Farsiwan bezeichnet (siehe auch Parsismus, Deutsch, Pagan und Apagan).
Das Wort war ursprünglich der Name nur eines einzigen iranischen Stammes. Doch nach dem Siegeszug der Makedonen, die alle iranisch-stämmigen Menschen im Perserreich Perser nannten, wurde dieser Begriff immer mehr zur Selbstbezeichnung der persischsprachigen Bevölkerung dieser Region, die iranischer Abstammung war.
Die Araber, die im 7. Jahrhundert n. Chr. Persien im Zeichen des Islam eroberten, konnten den Laut "p" nicht aussprechen. Somit wurde das alte griechisch-persische Parsi zu Farsi. Heute ist dieser Begriff sowohl der Name der Bevölkerung, als auch umgangssprachlich der Name der persischen Sprache.
Bis zum Siegeszug der Araber war das Wort Parsi keine Selbstbezeichnung der Perser. Wie alle iranischen Stämme bevorzugten auch sie die Identität ihrer arischen (=iranischen) Vorfahren, und bezeichneten sich selbst Iranier und ihr Land Iran (mit verschiedenen Aussprachen: Aryana, Eran, Eron, Iran-Shahr etc.)
So bezog sich der Prophet Zarathustra direkt auf die iranischen Völker, und auch der persische Dichter Ferdousi erzählt in seinem Schahnama von Iran und Iraniern.
1936 bat der damalige Staat Persien die internationale Gemeinschaft, das Land fortan nur noch Iran zu nenen - unter massiven Protesten des Nachbarstaates Afghanistan, welcher, wie heute auch Tadschikistan, ebenfalls den Begriff kulturell für sich beansprucht.
Heute unterscheidet man zwischen:
- Iraner = Staatsbürger der Islamischen Republik Iran
- Iranier = Menschen iranischer Abstammung, d.h. Nachkommen der einstigen iranischen Baktrier, Perser, Meder, Sogdier, Parther, etc. Im engeren Sinn handelt es sich dabei hauptsächlich um die heutigen Perser (Tadschiken), Kurden und Paschtunen. In der persischen Mythologie bezieht sich das Wort nur auf die Perser.
- Perser (Farsi) = persischsprachige Bevölkerung iranischer Herkunft. Die Kurden und Paschtunen sind demnach keine Perser, weil sie kein Persisch sprechen, sondern ihre eigenen iranischen Sprachen haben.
- Tadschiken = Alttürkische Bezeichnung für Perser, die in Zentralasien leben. Heute bezieht sich das Wort fast ausschließlich auf die persischsprachige, iranische Bevölkerung in Tadschikistan, Usbekistan und Afghanistan. Im Gegensatz zum Wort Perser hat sich das Wort Tadschik bis heute nicht als Selbstbezeichnung jener Bevölkerung durchgesetzt.
- Persisch (Farsi) = die eigentliche persische Sprache
- Dari = die persische Schriftsprache und direkter Vorgänger der heutigen modernen persischen Dialekten. Dari ist ebenfalls der offizielle Name der persischen Sprache in Afghanistan und der Name eines altertümlichen Dialekts von zoroastrischen Persern im Süden des heutigen Iran.
Das Persische kennt keinen Artikel. Bestimmtheit kann gegebenenfalls mithilfe des Akkusativs wiedergegeben werden, Unbestimmtheit durch Anhängen eines -i. Ein grammatisches Geschlecht existiert nicht.
Anstelle von Possessivpronomen wird entweder das Personalpronomen oder eine Personalendung an das Substantiv oder die Präposition angehängt. Dies geschieht mittels der Ezafe ("Hinzufügung"), die auch bei der Genitivverbindung zweier Nomen verwendet wird (Substantiv + Substantiv oder Substantiv + Adjektiv).
Der Plural wird meist regelmäßig durch das Anhängen einer Endsilbe gebildet. Die regelmäßigen Endungen setzen sich allmählich auch bei den Lehnwörtern aus dem Arabischen durch.
Verben
Die persischen Verben besitzen einen Präsens- und einen Präteritalstamm. Diese Stämme bilden die Grundlage für alle Zeitformen.
Präsens und Präteritum werden gebildet, indem man an den entsprechenden Verbstamm eine Personalendung anfügt. Im Präsens wird noch die Vorsilbe mi- vor den Verbstamm gehängt, außer bei den Verben budan (sein) und dâschtan (haben).
Perfekt und Plusquamperfekt werden ähnlich wie im Deutschen durch Verwendung des Partizips Perfekt gebildet; für das Futur wird eine Konstruktion mit dem Verb "wollen" benutzt.
Der Konjunktiv wird in ähnlicher Art und Weise wie in romanischen Sprachen und häufiger als im Deutschen verwendet. Als wichtige Zeitform ist noch der Durativ zu nennen, der eine fortdauernde oder wiederholte Tätigkeit ausdrückt.
Da der Verbstamm innerhalb einer Zeitform nicht verändert wird (im Gegensatz z. B. zu einigen Verben im deutschen Präsens: du gibst, wir geben), ist die persische Verbkonjugation sehr regelmäßig.
Wortschatz
Die Verwandtschaft zu den indogermanischen Sprachen ist in zahlreichen Fällen deutlich erkennbar, vgl. z.B. (in Umschrift):
mādar "Mutter", pedar - lat. pater "Vater", morde - lat. mors, mortis "tot",
barādar "Bruder", dochtar "Tochter", nām "Name", setāre "Stern", zamin - russ. zeml’a "Erde", to "du", do - frz. deux "zwei", pandsch - altgriech. penta "fünf", schesch "sechs",
bordan - "bürden, tragen", dādan - lat. dare - "geben", gereftan "er-greifen", na "nein", yogh "Yoch", garm "warm", u.v.a.
Eine Besonderheit besteht im Persischen darin, dass ursprüngliche Konsonantengruppen der indoeuropäischen Wurzel im Anlaut durch einen Vokal aufgebrochen wurden, vgl. z.B. b[a]râdar "Bruder", g[e]reftan "er-greifen", s[e]târe "Stern". Dies dürfte unter dem Einfluss des Arabischen geschehen sein.
Ein großer Teil des heutigen persischen Wortschatzes stammt aus dem Arabischen, wobei sich trotz angepasster Aussprache exakt an die ursprüngliche arabische Orthographie gehalten wird. Für viele dieser Wörter gibt es persische Entsprechungen, die aber zum Teil einer anderen Stilebene zuzuordnen sind oder schlicht seltener verwendet werden. Besonders deutlich wird der Einfluss des Arabischen bei den zusammengesetzten Verben, die oft aus einem arabischen Substantiv und einem persischen Verb mit vergleichsweise unspezifischer Bedeutung (z.B. "machen" oder "geben") bestehen.
Umgekehrt hat auch das Arabische zahlreiche Wörter aus dem Persischen entlehnt.
Auch im Deutschen finden sich Lehnwörter aus dem Persischen, wie z. B. Orange aus pers. nārendsch (نارنج) "Bitterorange" oder Schal aus pers. schāl (شال) "Umschlagtuch".
Die Bezeichnung Pfirsich geht ebenfalls auf einen persischen Ursprung zurück. Sie hat sich aus dem vulgärlateinischen Wort persica entwickelt und bedeutete ursprünglich "persisch" oder "persische Frucht".
Sonderzeichen
Das heutige Persisch wird mit arabischen Buchstaben geschrieben (Zur lateinischen Umschrift siehe Persische Transkription). Um verschiedene Laute wiedergeben zu können, die es im Arabischen nicht gab, wurde das arabische Alphabet um vier Buchstaben erweitert. Das persische Alphabet umfasst insgesamt 32 Buchstaben.
Zwei Buchstaben werden im Persischen in der isolierten Stellung graphisch etwas anders ausgeführt als im Arabischen:
Literatur
Das wohl bekannteste Werk der persischen Literatur im Westen ist die Geschichtensammlung Tausendundeine Nacht, eine Nacherzählung vieler iranischer Volkssagen und Märchen.
Geprägt wurde das heutige Persisch vor allem durch die persische Dichtkunst (siehe auch: Persische Literatur). Zwei bekannte Dichter Persiens waren Sa'adi und Hafis. Auch Goethe ließ sich im "West-östlichen Diwan" von Hafis inspirieren. Andere bekannte Dichter sind Rumi, Omar Chayyām, Rudaki, Ferdousi oder Dschami. Auch viele Werke von persischen Wissenschaftlern - wie z.B. der Mathematiker Al Khorezmi oder der Arzt Ibn Sina (Avicenna) - sind hier zu erwähnen.
- Persische Literatur
Weblinks
- http://www.europasprachen.de/Weltsprachen/Persisch/persisch.html
- http://www.weikopf.de/body_indoeuropaisch.html
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Iranische Sprache
Kategorie:Persisches Reich
Kategorie:Iran
Kategorie:Afghanistan
Kategorie:Tadschikistan
Kategorie:Usbekistan
ja:ペルシア語
ko:페르시아어
th:ภาษาเปอร์เซีย
Tausendundeine NachtTausendundeine Nacht (arab.. الف ليلة وليلة, alf laila wa-laila, Persisch: هزار و يك شب hazar-o yak schab) ist eine Sammlung von morgenländischen Erzählungen und zugleich ein Klassiker der Weltliteratur.
Geschichtliche Herkunft
Diese Geschichten gehen im rund 2.000 Jahre alten Kernbestand auf ausschließlich mündlich überlieferte Erzählungen aus Indien und Persien (Iran) zurück. Die ältesten erhaltenen Fragmente sind in arabischer Sprache und stammen aus dem 9. Jahrhundert n. Chr, welche auf ein älteres Werk basieren: das persische Buch Hazâr Afsâna, Tausend Märchen. Die älteste vollständig erhaltene Handschrift stammt aus dem 15. Jahrhundert und umfasst 282 Geschichten. Sie befindet sich seit 1701 im Besitz der französischen Nationalbibliothek (Bibliothèque nationale de France). Man muss sich darüber klar sein, dass auf dem Weg durch die Jahrhunderte und Länder beständig auch neue Erzählungen dazukamen, also zu den persischen später indische, arabische. "Es ist unzweifelhaft bewiesen, dass das Werk aus einer persischen Vorlage ins Arabische übersetzt worden ist" ([http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=9902&key=standard_document_4015088 Claudia Ott]).
Inhalt
Schahryar, König einer ungenannten Insel "zwischen Indien und China", ist so schockiert von der Untreue seiner Frau, dass er sie töten lässt und seinem Wesir die Anweisung gibt, ihm fortan jede (in einigen Versionen: jede dritte) Nacht eine neue Frau zuzuführen, die jeweils danach ebenfalls umgebracht wird.
Nach einiger Zeit will Scheherazade, die Tochter eines Wesirs, die Frau des Königs werden, um das Morden zu beenden. Um nicht umgebracht zu werden, beginnt sie, ihm Geschichten zu erzählen, die so spannend sind, dass er unbedingt die Fortsetzungen hören will und sie deshalb am Leben lässt. Nach tausend und einer Nacht hat sie ihm drei Kinder geboren und der König will sie längst nicht mehr ums Leben bringen.
Formbeschreibung
Die Geschichten unterscheiden sich stark; es gibt historische Erzählungen, Anekdoten, Liebesgeschichten, Tragödien, Komödien, Gedichte, Burlesken und religiöse Legenden. In manchen Geschichten spielen auch historisch belegte Personen eine Rolle, wie etwa Harun ar-Raschid selbst. Oftmals sind die Geschichten in mehreren Ebenen miteinander verknüpft. Der Sprachstil ist oft sehr blumig (Reimprosa). Nach A. Gelber folgen die Geschichten keineswegs in bunter Reihenfolge, sondern sind nach einem wohldurchdachten Drama angeordnet.
Übersetzungs- und Wirkungsgeschichte
In Europa wird Tausendundeine Nacht häufig fälschlich gleichgesetzt mit Märchen für Kinder, was der Rolle des Originals als Geschichtensammlung für Erwachsene mit zum Teil sehr erotischen Geschichten in keiner Weise gerecht wird. Ursache für dieses Missverständnis ist vermutlich die erste europäische Übersetzung des französischen Orientalisten Antoine Galland, der die Geschichten 1707-1717 übersetzte, dabei aber alle religiösen und erotischen Komponenten aus dem Original tilgte, übrigens ähnlich wie die Gebrüder Grimm in Deutschland des 19. Jahrhunderts verfuhren.
Galland fügte zudem seiner Übersetzung im arabischen Original nicht vorhandene Geschichten, z.B. Aladins Wunderlampe und "Ali Baba und die 40 Räuber", hinzu, die er in Syrien von einem Märchenerzähler gehört hatte. Seine Veröffentlichung hatte eine unerwartet große Wirkung:
Die erste Übersetzung, die diesen Titel verdient, stammt von Richard Francis Burton, der die Geschichten in 17 Bänden unter dem Titel "Arabian Nights" veröffentlichte und damit im viktorianischen England einen Skandal auslöste.
Eine umfangreiche deutsche Übersetzung in sechs Bänden, die auf einer arabisch-indischen Ausgabe aus dem frühen 19. Jahrhundert beruhte, stammt von dem Tübinger Orientalisten Enno Littmann und erschien erstmals in den 1920er Jahren.
Seit Februar 2004 liegt von der Arabistin Claudia Ott eine erstmalige deutsche Übersetzung der ältesten erhaltenen Handschrift aus dem 14./15. Jahrhundert vor. Ott erreichte in jahrelanger Detailarbeit eine bis in die Klanggestalt und Metrik textgetreue Übertragung. Der Rezensent der Zeit hebt ihr "klares, lebhaftes Deutsch" hervor und dass sie auf "orientalisierende Ausschmückungen" verzichtet habe. Vom aufgesetzten europäischen Märchentonfall befreit, enthalten diese 282 Geschichten u.a. auch die volksnahe, unverblümte Erotik des Originals.
Einzelne Figuren aus "Tausendundeine Nacht"
- Abu el-Hasan
- Aladin
- Ali Baba
- Harun ar-Raschid
- Scheherazade
- Sindbad
Literatur
- Tausendundeine Nacht, übersetzt von Claudia Ott, Beck 2004. 685 S. ISBN 3-40651-680-7
- Tausendundeine Nacht, Ungekürzte Lesung der Ausgabe von C. Ott, 24 CDs, Hörbuch Verlag, Hamburg 2004. ISBN 3-89903-200-4
- Die Erzählungen aus den Tausendundein Nächten, Vollständige deutsche Ausgabe in sechs Bänden. Nach dem arabischen Urtext der Calcuttaer Ausgabe aus dem Jahr 1839 übertragen von Enno Littmann. KOMET, ISBN 3-89836-308-2
Verfilmungen
1974 Pier Paolo Pasolini verfilmt einige Schlüsselepisoden unter dem Titel - Il fiore delle mille e una notte (dtsch. Erotische Geschichten aus 1001 Nacht, Italien/Frankreich)
2000 entstand aus der Geschichte um Scheherazade der Film "Arabian Nights - Abenteuer aus 1001 Nacht".
Sekundärliteratur
- Adolf Gelber: 1001 Nacht. Der Sinn der Erzählungen der Scheherazade, Wien 1917, M. Perles
- Stefan Zweig: Das Drama in Tausendundeiner Nacht in Europäisches Erbe Frankfurt 1981, Fischer-Verlag
- Abdelfattah Kilito: Welches ist das Buch der Araber? in Islam, Demokratie, Moderne, München 1998, C. H. Beck
Siehe auch
Fliegender Teppich, Morgenland, mündliche Erzählkultur, Kin Ping Meh, Kama Sutra, Tausendundein Tag
Weblinks
- [http://www.wollamshram.ca/1001/index.htm Engl. Übersetzung von Burton und andere englische Ausgaben]
- [http://projekt.gutenberg.de/weil/1001/inhalt.htm Tausend und eine Nacht - Arabische Erzählungen, Dt. von Dr. Gustav Weil, 1865] in dem Projekt Gutenberg-DE - Alte Übersetzungen
- [http://www.kuehnle-online.de/literatur/habicht/1001/index.htm Die Erzählungen der 1001 Nacht aus Tunesien, Dt. von Max Habicht u.a.] - Aktuelle Übersetzungen
- [http://www.tausendundeine-nacht.com/download/geschichte.pdf Übersichtsgraphik zur Geschichte von Tausendundeine Nacht]
- [http://literaturnetz.org/1001nacht Märchen aus 1001 Nacht] im Literaturnetz
- [http://www.tausendundeine-nacht.com/daswerk/nachwort.html Warum im Jahr 2004 eine Neuübersetzung?]
- [http://www.perlentaucher.de/buch/16980.html Perlentaucher: Zusammengefasste Rezensionen aus NZZ, FR, SZ, Zeit, taz, FAZ]
Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Märchen Kategorie:Nahost
ja:千夜一夜物語
WesirDer Ausdruck Wesir bezeichnet ein seit der Antike bis zu den Osmanen bestehendes Regierungsamt.
In der Ägyptologie wird der Titel 'tjati' als Wesir übersetzt. Das Amt ist schon seit dem Alten Reich bezeugt. Er handelt sich um den ersten und obersten Beamten, der der zweite Mann im Staat nach dem Pharao war. Im Alten und im Mittleren Reich Ägyptens gab es jeweils nur einen Wesir. Im Neuen Reich gab es für die Reichsteile Oberägypten und Unterägypten jeweils einen Wesir. Diese Zweiteilung des Amtes ist auch für die Spätzeit bezeugt. Der Wesir war der Mittelsmann zwischen Pharao und den anderen Beamten. Er war die oberste juristische Instanz im Land und Koordinator der Provinzialverwaltung.
In einigen Grabanlagen von Wesiren des Neuen Reiches fand sich die sog. 'Dienstanweisung des Wesirs', die über die täglichen Aufgaben und Pflichten der Wesire berichtet.
Die Urform des Wortes Wesir ist das persische Wazir, eine arabisierte Form des Mittelpersischen vcir. Der Titel wurde von den persischen Barmakiden eingeführt, die während der Herrschaft der Abbasiden viel Macht und Autorität erlangten.
Der Wesir war ein Helfer, aber auch Repräsentant des Kalifen, vergleichbar mit heutigen Sicherheitsberatern und Ministern, der aus der sich im Kalifat bildenden Schreiberkaste hervorging. Diese Schreiberkaste bestand hauptsächlich aus Persern. Sie übten die weltliche Verwaltung und Gerichtsbarkeit im Namen des Kalifen aus und bildeten damit die Ergänzung der überwiegend durch den Islam geregelten Rechtsprechung. Der Wesir übernahm immer mehr Regierungsämter und übte damit im Laufe der Zeit ein mächtiges Hofamt aus. An der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert war der Wesir bereits der mächtigste Mann im Kalifenstaat und drängte den Kalifen in die Position des ausschließlichen geistlichen Oberhauptes. Die mächtige Wesirfamilie der Barmakiden (siehe oben) wurde erst von Harun ar-Raschid (786-809) im Jahre 803 entmachtet und aus den wichtigsten Ämtern entfernt.
In der osmanischen Türkei war der Großwesir der zweite Mann im Staate. In der Türkei wurde der Titel 1922 nach der Abschaffung des Sultanats durch "Ministerpräsident" ersetzt.
Im Iran und in Afghanistan bedeutet das Wort heute Minister und wird als solcher auch im täglichen Gebrauch benutzt.
Literatur
- Propyläen: Weltgeschichte Band 5
- Ference Majoros/Bernd Rill: Das Osmanische Reich, Bechtermünz Verlag 2002
Siehe auch
- Erzamt
- Hausmeier
Weblinks
- http://www.hieroglyphen.de/gl_wesir.shtml
- http://www.merit-isis.de/Staat/verwaltung.htm
Kategorie: Ägyptologie
Kategorie: Osmanisches Reich
1888
Politik und Weltgeschehen
- 27. Januar: Gründung der National Geographic Society in Washington, D. C.
- 14. Juni: Der letzte Kaiser des Deutschen Reiches, Wilhelm II. von Hohenzollern, besteigt nach dem Tod seines Vaters den Kaiserthron
- 5. August: Bertha Benz fährt mit ihren beiden Kindern im Wagen ihres Mannes Carl Benz (ohne dessen Wissen) von Mannheim nach Pforzheim. Es ist die erste Überlandfahrt eines Automobils
- 13. August: Der Schwäbischer Albverein wird in Plochingen gegründet
- 18. August: Der Frankfurter Centralbahnhof wird als größter Bahnhof Europas eröffnet
- 6. September: Die Flensburger Brauerei wird eröffnet
- 8. September mit der englischen Football League startet die allererste Profiliga
- 13. Dezember: Gründung der Deutschen Schule Thessaloniki, Griechenland
- Mönchengladbach wird kreisfrei
- die Cookinseln werden britisches Schutzgebiet
- In Turin wird die Mole Antonelliana fertiggestellt
- Wilhelm Hallwachs entdeckt den Photoeffekt (auch lichtelektrischer Effekt)
- Jack the Ripper treibt sein Unwesen in London
- Victoria, Königin von England, besucht Berlin
- Dreikaiserjahr in Deutschland (Wilhelm I., Friedrich III., Wilhelm II.)
Kultur
- 25. Februar: Uraufführung der Oper Jocelyn von Benjamin Godard am Théâtre de la Monnaie in Brüssel
- 4. Dezember: Gründung des Heraldischen Vereins „Zum Kleeblatt“ in Hannover
- 1. Januar: Wassil Boschinow, bulgarischer Komponist
- 4. Januar: Walther Kossel, deutscher Physiker († 1956)
- 8. Januar: Richard Courant, deutscher Mathematiker († 1972)
- 12. Januar: Claude Delvincourt, französischer Komponist († 1954)
- 18. Januar: Michael Horlacher, deutscher Politiker († 1957)
- 18. Januar: Wim Bronger, niederländischer Fußballspieler
- 19. Januar: Ernesto Ruffini, katholischer Geistlicher, Bischof und Kardinal († 1967)
- 20. Januar: Paul Weyland, Chemiker († 1972)
- 22. Januar: Willy Moog, deutscher Philosoph († 1935)
- 23. Januar: Paul Peter Ewald, deutscher Physiker († 1985)
- 24. Januar: Ernst Heinkel, deutscher Ingenieur († 1958)
- 24. Januar: Remshalden, deutscher Ingenieur und Luftfahrtpionier († 1958)
- 24. Januar: Vicki Baum, österreichische Musikerin und Schriftstellerin († 1960)
- 27. Januar: Viktor Moritz Goldschmidt, Geochemiker († 1947)
- 2. Februar: Johannes Eckert, Frankfurter Original († 1959)
- 4. Februar: Paul Althaus, deutscher protestantischer Theologe († 1966)
- 7. Februar: Lothar van Gogh, niederländischer Fußballspieler
- 9. Februar: Cas Ruffelse, niederländischer Fußballspieler († 1958)
- 10. Februar: Wilhelm Thöny, österreichischer Maler und Grafiker († 1949)
- 10. Februar: Alfredo Pacini, italienischer Kardinal († 1967)
- 13. Februar: Georgios Papandreou, griechischer Politiker und Regierungschef († 1968)
- 17. Februar: Otto Stern, Physiker († 1969)
- 20. Februar: Georges Bernanos, französischer Schriftsteller (gestorben 1948)
- 25. Februar: Gerd-Heinrich Kemper, deutscher Politiker († 1962)
- 27. Februar: Lotte Lehmann, deutsche und US-amerikanische Opernsägerin († 1976)
- 28. Februar: Eugène Bigot, französischer Dirigent und Komponist († 1965)
- 29. Februar: Herbert Ihering, deutscher Theaterkritiker († 1977)
- 2. März: Norbert von Hellingrath, Germanist († 1916)
- 5. März: Franz Schwede, nationalsozialistischer Politiker († 1960)
- 5. März: Friedrich Schnack, deutscher Dichter († 1977)
- 9. März: Willy Westra van Holte, niederländischer Fußballspieler († 1965)
- 12. März: Erich Rothacker, deutscher Philosoph und Soziologe († 1965)
- 12. März: Hans Knappertsbusch, deutscher Dirigent († 1965)
- 13. März: Anton Semjonowitsch Makarenko, sowjetischer Pädagoge und Schriftsteller († 1939)
- 13. März: Makarenko, sowjetischer Pädagoge und Schriftsteller († 1939)
- 19. März: Josef Albers, deutscher Maler, Kunsttheoretiker und -pädagoge († 1976)
- 19. März: Léon Scieu, belgischer Radrennfahrer († 1969)
- 20. März: Renée Sintenis, deutsche Bildhauerin und Graphikerin († 1965)
- 20. März: Siegfried von Vegesack, deutscher Schriftsteller († 1974)
- 21. März: Franz Koch, deutsch-österreichischer Germanist und Literaturhistoriker († 1969)
- 23. März: Hans Thirring, österreichischer Physiker († 1976)
- 23. März: Heinrich Thieslauk, Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime († 1937)
- 24. März: Friedrich Burmeister, Politiker der DDR († 1968)
- 26. März: Elsa Brändström, schwedische Philanthropin († 1948)
- 26. März: Gustav Geierhaas, deutscher Komponist († 1976)
- 27. März: Agnes Windeck, deutsche Bühnen-, Film- und Fernsehschauspielerin († 1975)
- 1. April: Edmund Friedemann Dräcker, fiktiver deutscher Diplomat
- 1. April: Hermann Pünder, deutscher Politiker († 1976)
- 6. April: Dan Andersson, schwedischer Arbeiterdichter und Lyriker († 1920)
- 6. April: Hans Richter, deutscher Maler und Filmkünstler des Dadaismus († 1976)
- 9. April: Joseph Ferche, Weihbischof in Breslau und Köln († 1965)
- 12. April: Cecil Kimber, englischer Automobilkonstrukteur († 1945)
- 12. April: Heinrich Neuhaus, ukrainischer Pianist († 1964)
- 15. April: Hermann Köhl, deutscher Flugpionier († 1938)
- 17. April: Jan Vos, niederländischer Fußballspieler († 1939)
- 19. April: Oswald Menghin, Universitätsprofessor, Prähistoriker, Unterrichtsminister († 1973)
- 20. April: Dionys Schönecker, österreichischer Fußballspieler, Trainer und Funktionär († 1938)
- 30. April: Hans Reingruber, Minister für Verkehr der DDR († 1964)
- 1. Mai: Willy Knothe, deutscher Politiker und MdB († 1952)
- 3. Mai: Alfred Braun, Pionier des deutschen Rundfunks († 1978)
- 5. Mai: Cuno Raabe, deutscher Politiker († 1971)
- 10. Mai: Max Steiner, österreichischer Komponist († 1971)
- 11. Mai: Irving Berlin, US-amerikanischer Komponist († 1989)
- 12. Mai: Egmont Colerus, österreichischer Schriftsteller († 1939)
- 12. Mai: Fritz Schäffer, deutscher Politiker (BVP und CSU) († 1967)
- 13. Mai: Anatoli Nikolajewitsch Alexandrow, russischer Komponist († 1982)
- 17. Mai: Horace Elgin Dodge, US-amerikanischer Automobilhersteller († 1920)
- 18. Mai: Maria Niggemeyer, deutsche Politikerin († 1968)
- 20. Mai: Mannes Francken, niederländischer Fußballspieler († 1948)
- 24. Mai: Alex Osborn, US-amerikanischer Autor, gilt als der Erfinder des Brainstorming († 1966)
- 24. Mai: Walter Hammer: Hamburger Schriftsteller und Verleger († 1966)
- 25. Mai: Max Becker, deutscher Politiker († 1960)
- 28. Mai: Jakob Fischbacher, deutscher Politiker der Bayernpartei († 1972)
- 28. Mai: James Francis Thorpe, US-amerikanischer Leichtathlet († 1953)
- 9. Juni: Martin Honecker, deutscher Psychologe und Philosoph († 1941)
- 10. Juni: Leo Weismantel, deutscher Schriftsteller († 1964)
- 13. Juni: Elisabeth Schumann, deutsch-US-amerikanische Sopranistin († 1952)
- 13. Juni: Fernando Pessoa, portugiesischer Dichter und Schriftsteller († 1935)
- 16. Juni: Alexander Alexandrowitsch Friedmann, russischer Physiker und Mathematiker († 1925)
- 17. Juni: Heinz Guderian, deutscher General († 1954)
- 22. Juni: Jeanette Wolff, deutsche Politikerin († 1976)
- 22. Juni: Lo La Chapelle, niederländischer Fußballspieler
- 24. Juni: Gerrit Thomas Rietveld, Schreinermeister († 1964)
- 25. Juni: Tami Oelfken, deutsche Schriftstellerin und Reformpädagogin († 1957)
- 28. Juni: Alfons von Czibulka, österreichischer Schriftsteller und Maler († 1969)
- 29. Juni: Wladimir Petrowitsch Wettschinkin, sowjetischer Aerodynamiker († 1950)
- 30. Juni: Rudolf Amelunxen, deutscher Politiker († 1969)
- 1. Juli: Alberto Magnelli, Künstler († 1971)
- 2. Juli: Selman Abraham Waksman, US-Amerikanischer Forscher († 1973)
- 5. Juli: Herbert Spencer Gasser, US-amerikanischer Neurophysiologe († 1963)
- 10. Juli: Giorgio de Chirico, italienischer Maler († 1978)
- 11. Juli: Carl Schmitt, deutscher Staatsrechtler und Philosoph († 1985)
- 14. Juli: Kakuza Tscholokaschwili, georgischer Partisanenführer († 1930)
- 14. Juli: Odile Defraye, belgischer Radrennfahrer († 1965)
- 16. Juli: Frits Zernike, niederländischer Physiker († 1966)
- 17. Juli: Johannes Brockmann, deutscher Politiker († 1975)
- 17. Juli: Samuel Agnon, hebräischer Schriftsteller († 1970)
- 20. Juli: Franz Jacobi, Hüttenbeamter in der Dortmunder Stahlindustrie († 1979)
- 23. Juli: Raymond Chandler, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller († 1959)
- 24. Juli: Basil Ruysdael, US-amerikanischer Schauspieler († 1960)
- 24. Juli: Nils Aaberg, schwedischer Historiker († 1957)
- 29. Juli: Robert Görlinger, deutscher Politiker († 1954)
- 30. Juli: Werner Jaeger, Philologe des 20. Jahrhunderts († 1961)
- 3. August: August Kubizek, einziger Freund Adolf Hitlers während dessen Wiener Zeit († 1956)
- 5. August: Lawrence von Arabien, britischer Archäologe und Geheimagent († 1935)
- 10. August: Lauri Ikonen, finnischer Komponist († 1966)
- 13. August: John Logie Baird, britischer Fernsehpionier († 1946)
- 13. August: Walter Jauch, deutscher Versicherungskaufmann († 1976)
- 14. August: Emma Zimmer, SS-Oberaufseherin im Konzentrationslager Ravensbrück († 1948)
- 15. August: Albert Spalding, US-amerikanischer Violinvirtuose und Komponist († 1953)
- 15. August: Gottlieb Duttweiler, Schweizer Unternehmer und Politiker († 1962)
- 15. August: Thomas E. Lawrence, britischer Geheimagent und Archäologe († 1935)
- 24. August: Leo Bosschart, niederländischer Fußballspieler († 1951)
- 25. August: Stepan Karapetowitsch Alawerdjan, armemischer kommunistischer Funktionär († 1920)
- 29. August: Gunichi Mikawa, Vizeadmiral der japanischen, kaiserlichen Flotte († 1981)
- 1. September: Arthur W. Upfield, britisch-australischer Kriminalromanautor († 1964)
- 2. September: Leo Wohleb, Staatspräsident des deutschen Bundeslandes Baden († 1955)
- 3. September: Hans Friedrich Blunck, deutscher Schriftsteller († 1961)
- 4. September: Oskar Schlemmer, deutscher Maler, Bildhauer und Bühnenbildner († 1943)
- 5. September: Sarvepalli Radhakrishnan, indischer Philosoph und Staatspräsident († 1975)
- 12. September: Maurice Chevalier, Schauspieler, Sänger († 1972)
- 16. September: Frans Eemil Sillanpää, finnischer Schriftsteller († 1964)
- 18. September: Grey Owl, Englischer Trapper und Schriftsteller
- 23. September: Rudolf Freidhof, deutscher Politiker († 1983)
- 24. September: Kanken Toyama, japanischer Karatemeister und Adeliger († 1966)
- 26. September: Thomas Stearns Eliot, Lyriker, Dramatiker und Essayist, Literaturnobelpreisträger 1948 († 1965)
- 4. Oktober: Friedrich Olbricht, deutscher General († 1944)
- 6. Oktober: Max Butting, deutscher Komponist († 1976)
- 6. Oktober: Roland Garros, französischer Luftfahrtpionier († 1918)
- 8. Oktober: Friedrich Fromm, deutscher Offizier († 1945)
- 9. Oktober: Nikolai Iwanowitsch Bucharin, Sowjetischer Politiker und marxistischer Theoretiker († 1938)
- 11. Oktober: Christine Teusch, deutsche Politikerin,Kultusministerin in Nordrhein-Westfalen († 1968)
- 11. Oktober: Emil Bohnke, deutscher Bratschist, Komponist und Dirigent († 1928)
- 14. Oktober: Katherine Mansfield, britische Schriftstellerin († 1923)
- 16. Oktober: Eugene O'Neill, US-amerikanischer Schriftsteller († 1953)
- 19. Oktober: Arnold Brügger, Schweizer Maler († 1975)
- 25. Oktober: Richard Evelyn Byrd, US-amerikanischer Polarforscher und Admiral († 1957)
- 27. Oktober: Wilhelm Bahlburg, deutscher Politiker († 1958)
- 4. November: Richard Queck, deutscher Fußballspieler († 1968)
- 7. November: Chandrasekhara Venkata Raman, indischer Physiker († 1970)
- 8. November: Piet Valkenburg, niederländischer Fußballspieler († 1950)
- 8. November: Tomoyuki Yamashita, japanischer General († 1946)
- 9. November: Jean Monnet, französischer Staatsmann und Politiker († 1979)
- 10. November: Andrei Nikolajewitsch Tupolew, russischer Fluigzeugkonstrukteur († 1972)
- 10. November: Juan Antonio Ríos Morales, chilenischer Politiker († 1946)
- 15. November: Harald Ulrik Sverdrup, norwegischer Ozeanograph und Professor († 1957)
- 17. November: Curt Goetz, deutscher Schriftsteller und Schauspieler († 1960)
- 19. November: Georg Richard Kinat, deutscher Politiker († 1973)
- 19. November: José Raúl Capablanca, kubanischer Schachspieler und Schachweltmeister († 1942)
- 19. November: Manuel Goncalves Cerejeira, Erzbischof von Lissabon und Kardinal († 1977)
- 22. November: Hans von Benda, deutscher Dirigent, Musikredakteur und Offizier († 1972)
- 23. November: Harpo Marx, US-amerikanischer Komiker († 1964)
- 24. November: Fritz Klein, Leutnantarzt in der rumänischen Armee († 1946)
- 26. November: Franz Jung, deutscher Schriftsteller, Ökonom und Politiker († 1963)
- 29. November: Toni Sender, deutsche Politikerin († 1964)
- 3. Dezember: Heinrich Backhaus, deutscher Politiker der NSDAP († 1943)
- 7. Dezember: Arthur Joyce Cary, britischer Schriftsteller († 1957)
- 16. Dezember: Alexander I. (Jugoslawien), König der Serben, Kroaten und Slowenen († 1934)
- 16. Dezember: Wilhelm Murr, NS-Politiker, Reichsstatthalter von Württemberg († 1945)
- 19. Dezember: Fritz Reiner, US-amerikanischer Dirigent († 1963)
- 19. Dezember: Gustav Gundelach, deutscher Politiker († 1962)
- 19. Dezember: Josef Beran, Erzbischof von Prag und Kardinal († 1969)
- 23. Dezember: Friedrich Wolf, deutscher Arzt und Schriftsteller († 1953)
- 24. Dezember: Michael Curtiz, Ungarisch-amerikanischer Filmregisseur († 1962)
- 27. Dezember: Thea von Harbou, deutsche Schauspielerin und Autorin († 1954)
- 28. Dezember: Alfred Wolfenstein, expressionistischer Lyriker, Dramatiker und Übersetzer († 1945)
- 28. Dezember: Friedrich Murnau, deutscher Regisseur († 1931)
- 28. Dezember: Friedrich Wilhelm Murnau, deutscher Regisseur († 1931)
- 19. Januar: Heinrich Anton de Bary, deutscher Naturwissenschaftler, Mediziner und Botaniker ( - 1831)
- 22. Januar: Eugène Marin Labiche, französischer Lustspieldichter ( - 1815)
- 31. Januar: Johannes Bosco, italienischer Priester und Ordensgründer ( - 1815)
- 4. März: Amos Bronson Alcott, US-amerikanischer Schriftsteller und Pädagoge ( - 1799)
- 6. März: Louisa May Alcott, US-amerikanische Schriftstellerin ( - 1832)
- 9. März: Wilhelm I., deutscher Kaiser und König von Preußen ( - 1797)
- 11. März: Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Bürgermeister ( - 1818)
- 16. März: Ludwig Steub, deutscher Schriftsteller ( - 1812)
- 29. März: Charles-Valentin Alkan, französischer Komponist und Klaviervirtuose ( - 1813)
- 15. April: Matthew Arnold, englischer Dichter und Kulturkritiker ( - 1822)
- 15. April: Anton Stecker, österreichischer Afrikareisender ( - 1855)
- 16. April: Friedrich Grillo, deutscher Industrieller ( - 1825)
- 19. April: Thomas Russell Crampton, britischer Maschinenbauer und Ingenieur ( - 1816)
- 11. Mai: Frederick Miller, Begründer der US-amerikanischen Miller Brewing Company ( - 1824)
- 1. Juni: Anton Sommer, Thüringer Dialektdichter ( - 1816)
- 7. Juni: Edmond Leboeuf, französischer General, Marschall von Frankreich ( - 1809)
- 15. Juni: Friedrich III., deutscher Kaiser und König von Preußen ( - 1831)
- 20. Juni: Johannes Hermann Zukertort, bedeutender Schachspieler ( - 1842)
- 21. Juni: Victoria Benedictsson, schwedische Schriftstellerin ( - 1850)
- 4. Juli: Theodor Storm, deutscher Schriftsteller ( - 1817)
- 20. Juli: Henri de Braekelaer, belgischer Maler ( - 1840)
- 20. Juli: Paul Langerhans, deutscher Pathologe ( - 1847)
- 10. August: Georg Weber, deutscher Philologe und Historiker ( - 1808)
- 24. August: Jakob Eisendle, Südtiroler Bauer und Erfinder ( - 1811)
- 24. August: Rudolf Julius Emanuel Clausius, deutscher Physiker ( - 1822)
- 25. August: Karl Heine, Rechtsanwalt, Unternehmer und Industriepionier ( - 1819)
- 28. August: Georg Beseler, deutscher Jurist und Politiker ( - 1809)
- 30. August: Joseph Gottsleben, Buchdruckereibesitzer und Zeitungsverleger ( - 1822)
- 11. September: Domingo Faustino Sarmiento, Präsident von Argentinien ( - 1811)
- 23. September: François-Achille Bazaine, Marschall von Frankreich ( - 1811)
- 18. Oktober: Alessandro Antonelli, italienischer Architekt ( - 1798)
- 1. November: Nikolai Michailowitsch Prschewalski, russischer Forschungsreisender ( - 1839)
- 5. November: Ludwig Müller-Uri, deutscher Glaskünstler ( - 1811)
- 18. November: Nikolaus Delius, Anglist und Shakespeare-Forscher ( - 1813)
- 25. November: Wilhelm Mohr, Mitarbeiter der Kölnischen Zeitung ( - 1838)
- 27. November: Wilhelm Friedrich Hertenstein, Schweizer Politiker ( - 1825)
- 3. Dezember: Carl Zeiss, deutscher Mechaniker und Unternehmer ( - 1816)
- 15. Dezember: Alexander von Hessen-Darmstadt, Begründer des neuzeitlichen Hauses Battenberg ( - 1823)
- Georg von Adelmann, deutscher Mediziner ( - 1811)
Staatsoberhäupter
Amerika
- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (1884–1911)
Asien
- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (1867–1912)
Europa
- Deutsches Kaiserreich (Dreikaiserjahr):
- Wilhelm I., Deutscher Kaiser 1871-1888
- Friedrich III., Deutscher Kaiser 1888
- Wilhelm II., Deutscher Kaiser 1888–1918
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Wilhelm Hertenstein, Bundespräsident, (1888, 1. Januar bis 27. November)
- Schweiz: Bernhard Hammer, Bundespräsident, (ab 27. November stellvertretend)
ko:1888년
simple:1888
th:พ.ศ. 2431
Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow
Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow (russisch Николай Андреевич Римский-Корсаков, wiss. Transliteration Nikolaj Andreevič Rimskij-Korsakov) - 6./18. März 1844 in Tichwin, Oblast Nowgorod; † 8./21. Juni 1908 auf dem Landgut Ljubensk bei Luga (Gouvernement St. Petersburg), war ein russischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge.
Leben
Rimski-Korsakow entstammte einer Adelsfamilie und erhielt so bereits als Kind den standesüblichen Musikunterricht. Mit 12 Jahren trat er, der Familientradition entsprechend, in das Petersburger Seekadettenkorps ein. 1862 ging er als Seeoffizier für drei Jahre auf Weltreise. Bereits 1861 hatte er den Komponisten Mili Balakirew kennengelernt, der seine wachsende Liebe zur Musik verstärkte und ihn zu einem richtigen Musikstudium überredete.
1865 leitete Balakirew die Uraufführung der ersten Sinfonie von Rimski-Korsakow, die noch auf hoher See entstanden war. Die Erfolge der sinfonischen Dichtung Sadko und der ersten Oper Das Mädchen von Pskow veranlassten Rimski-Korsakow, 1873 den Seedienst zu quittieren. Er wurde Inspektor der russischen Marinekapellen (bis 1884) und 1871 Professor für Komposition und Instrumentation am St. Petersburger Konservatorium. Viele bedeutende Komponisten gehörten dort zu seinen Schülern, unter ihnen Anatoli Ljadow, Anton Arenski, Alexander Glasunow, Ottorino Respighi, Nikolaj Mjaskowski, Igor Strawinski und Sergej Prokofjew.
Sergej Prokofjew
1874-81 war Rimski-Korsakow außerdem Direktor und Dirigent der Musik-Freischule, 1883-94 stellvertretender Direktor der Hofsängerkapelle und 1886-1900 Dirigent der vom Musikverleger Mitrofan Beljajew veranstalteten russischen Sinfoniekonzerte. Auch im Ausland wirkte er erfolgreich als Dirigent. Er war Mitglied der von Balakirew gegründeten „Gruppe der Fünf“, dem „Mächtigen Häuflein“, und setzte sich selbstlos für seine Freunde ein. So ergänzte, bearbeitete und instrumentierte er Werke von Alexander Dargomyschski, Alexander Borodin (Fürst Igor) und Modest Mussorgski (Boris Godunow, Die Nacht auf dem kahlen Berge). Seine Tätigkeit am Konservatorium musste er 1905 jäh unterbrechen, da er sich für die Interessen der revolutionären Studentenschaft eingesetzt hatte, doch 1907 durfte er wieder in seiner alten Position weiterarbeiten.
Obwohl Rimski-Korsakow 15 Opern schrieb, ist sein Name heute fast nur noch durch seine Orchesterwerke bekannt, vor allem durch die sinfonische Suite Scheherazade und das Capriccio espagnol. Starke Impulse erhielt sein künstlerisches Schaffen von der russischen Geschichte, dem russischen Märchen und der Musik der Völker Russlands. Weltberühmt wurde er als Meister des farbigen Orchesterklangs. Seine Opern gehören zwar in seiner Heimat zum festen Repertoire, wurden jedoch mit ihren typisch russischen Libretti auf westlichen Bühnen nie richtig heimisch. Unter ihnen befinden sich neben den Werken mit episch-legendären und Märchensujets auch solche zeitkritischen Inhalts.
Außer drei Sinfonien, einem Klavierkonzert und den programmatischen Orchesterwerken komponierte Rimski-Korsakow auch Kammermusik, Klaviermusik, Chorwerke, etwa 60 Klavierlieder und zahlreiche Bearbeitungen russischer Volkslieder. Er veröffentlichte zudem musikpädagogische und -theoretische Schriften.
Sein bekanntestes Stück dürfte wohl der Hummelflug sein, welcher aus der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan stammt. Es wurde losgelöst von der Oper für alle möglichen Formationen und Instrumente bearbeitet und wird gerne als kurzes, virtuoses Intermezzo eingesetzt.
Eine seiner Nachfahren ist die international erfolgreiche, in Deutschland lebende Top-Violinistin Natasha Korsakova; Näheres über Frau Korsakova ist zu finden auf ihrer homepage:www.natashakorsakova.com [http://www.natashakorsakova.com]
Werke
Opern
- Pskowitjanka (Das Mädchen von Pskow) (1868-72, UA 1873)
- Bojarynja Wera Scheloga (Die Bojarin Wera Scheloga) (1877-78, UA 1898)
- Maiskaja notsch (Mainacht) (1878-79, UA 1880)
- Snegurotschka (Schneeflöckchen) (1880-81, UA 1882)
- Mlada (1889-90, UA 1892)
- Notsch pered Roshdestwom (Die Nacht vor Weihnachten) (1894-95, UA 1895)
- Sadko (1895-96, UA 1898)
- Mozart i Saljeri (Mozart und Salieri) (1897, UA 1898)
- Zarskaja newesta (Die Zarenbraut) (1898, UA 1899)
- Skaska o zare Saltane (Das Märchen vom Zaren Saltan) (1899-1900, UA 1900)
- Serwilija (Servilia) (1900-01, UA 1902)
- Kaschtschej bessmertny (Der unsterbliche Kaschtschej) (1901-02, UA 1902)
- Pan Wojewoda (Pan Wojewode) (1902-03, UA 1904)
- Skasanije o newidinom grade Kiteshe i dewe Fewronii (Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesh und der Jungfrau Fewronija) (1903-04, UA 1907)
- Solotoi petuschok (Der goldene Hahn) (1906-07, UA 1909)
- Sinfonien
- Sinfonie Nr.1 e-moll op.1 (1861-65/1884)
- Sinfonie Nr.2 op.9 Antar (1868/75/97)
- Sinfonie Nr.3 C-Dur op.32 (1866-73/1886)
Weitere Orchesterwerke
- Ouvertüre über russische Themen op.28 (1866/1879-80)
- Fantasie über serbische Themen op.6 (1867/1886-87)
- Sadko op.5 (1867/69/92)
- 1877-1878 Konzert in B-Dur für Posaune und Blasorchester (Allegro vivace - Andante cantabile - Allegro)
- 1878 Konzertstück in Es-Dur für Klarinette und Blasorchester (Allegro moderato - Andante - Allegro moderato)
- 1878 Variationen in G-Dur für Oboe und Blasorchester auf ein Thema von Michail Glinka "Chto krasotka molodaya" (Thema, 12 Variationen und Finale)
- Skazka (Märchen) op.29 (1879-80)
- Sinfonietta über russische Themen a-moll op.31 (1880-84)
- Klavierkonzert cis-moll op.30 (1882-83)
- Fantasie über zwei russische Themen für Violine und Orchester op.33 (1886-87)
- Kapritschtschio na ispanskije temi (Capriccio espagnol) op.34 (1887)
- Scheherazade. Sinfonische Suite op.35 (1888)
- Svetliy prazdnik (Russische Ostern). Ouvertüre op.36 (1888)
- Serenade für Violoncello und Orchester op.37 (1903)
- Nad mogiloy (Am Grab) op.61 (1904)
- Dubinuschka op.62 (1905)
Kammermusik
- Streichquartett F-Dur op.12 (1875)
- Streichsextett A-Dur (1876)
- Quintett B-Dur für Flöte, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier (1876)
- Streichquartett über russische Themen (1878-79; 1. - 3. Satz bearbeitet zur Sinfonietta op.31)
- Streichquartett G-Dur (1897)
- Klaviertrio c-moll (1897)
Weblinks
-
- http://www.russisches-musikarchiv.de/werkverzeichnisse/rimsky-korsakow-werkverzeichnis.htm
Rimski-Korsakow, Nikolai Andrejewitsch
Rimski-Korsakow, Nikolai Andrejewitsch
Rimski-Korsakow, Nikolai
Rimski-Korsakow, Nikolai
Rimski-Korsakow, Nikolai
ja:ニコライ・リムスキー=コルサコフ
ko:니콜라이 림스키코르사코프
SujetSujet (frz. Subjekt) ist ein beliebiges Objekt, das zum Gegenstand einer künstlerischen Darstellung wird. In der Literatur bezeichnet Sujet die zentrale Idee, um die sich die Geschichte des Erzählers spinnt; das Thema.
In der Drucktechnik versteht man unter Sujet das zu druckende Bildmotiv.
Literatur
Des Weiteren ist in der Literatur zwischen sujethaltigen und sujetlosen Texten zu unterscheiden.
#Der Held (Protagonist) einer Geschichte ist in der Lage die bestehenden Grenzen (räumlichen Grenzen) zu überschreiten.
#Der Held ist nicht in der Lage, die bestehende räumliche Ordnung zu überwinden.
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Kategorie:Film
Kategorie:Werk
Three Amigos
¡Three Amigos! is a 1986 comedy western film, produced by George Folsey, Jr., and Lorne Michaels, and executive-produced by Steve Martin. John Landis directed for HBO Studios. Chevy Chase, Steve Martin, and Martin Short took the title roles. Jon Lovitz and Phil Hartman have cameos. The movie was written by Steve Martin and Lorne Michaels. Randy Newman wrote music for it.
"The Three Amigos" are bumbling, out-of-work silent film cowboy stars in 1916. They are invited to a small Mexican town (they presume) to perform their act. However, the townspeople have actually invited the trio to defend them from a terrifying band of outlaws. The townspeople, having seen too many of the Tom Mix-style westerns starring the Three Amigos (and apparently have also been influenced by Akira Kurosawa's Seven Samurai), expect the trio to save them from the ravages of the local villains. After some misunderstandings, the Three Amigos eventually find themselves trading in their jobs acting as bandit hunters for jobs being bandit hunters. The comedy is highly visual and physical, but characters are also very quotable.
For instance, after the first "shootout", Lucky Day (Steve Martin) demands to see one of the bandidos' revolvers:
:Lucky Day: Wait a second, lemme see that, c'mon, c'mon, c'mon. Oh, great! Real bullets. You're in a lotta trouble, Mister!
Also memorable are the villainous characters of El Guapo, played by Mexican actor Alfonso Arau (perhaps familiar as one of the main villains in 1969's The Wild Bunch) and El Jefe, played by Tony Plana. El Guapo and Jefe have become a popular meme outside of the film.
:El Guapo: Jefe, you do not understand women. You cannot force open the petals of a flower. When the flower is ready, it opens itself up to you.
:Jefe: So when do you think Carmen will "open up her flower" to you?
:El Guapo: Tonight, or I will kill her!
Ratings: Australia:PG, Finland:K-14, Sweden:15, UK:PG, USA:PG, West Germany:12
Derivative presence
WWE's Eddie Guerrero (1967-2005), the Mexican professional wrestler, also performed three consecutive vertical suplexes, which he nicknamed "The Three Amigos".
External links
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- [http://www.mexicanbandits.com/3amigos.html El Guapo a.k.a. Alfonso Arau]
Category:1986 films
Three Amigos
Category:Comedy films
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